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Sehschule

Unsere Orthoptistin Frau Ruppel kümmert sich um alle kleinen und großen Sehschulpatienten.

Was bedeutet Sehschule?

In der Sehschule werden Störungen des Zusammenspiels beider Augen festgestellt und behandelt:

  • Augenmuskelbewegungsstörungen (Schielen)
  • Augenzittern (Nystagmus)
  • Störungen des beidäugigen Sehens (fehlendes räumliches Sehen)
  • funktionale Schwachsichtigkeit (Amblyopie).

Auch bei Erwachsenen können Störungen des Zusammenspiels beider Augen auftreten. Oft werden dann Doppelbilder wahrgenommen. Die Ursachen dafür sind vielfältig. Sie können angeboren, erworben, durch Stoffwechselstörungen (hoher Blutdruck, Diabetes), einen Unfall oder Neubildungen (z.B. Tumore) verursacht sein.

 

Wie gut kann mein Kind sehen?

Kinder müssen das Sehen lernen, ebenso wie das Laufen oder Sprechen. In den ersten Lebensjahren ist die Lernfähigkeit am größten, bereits im Einschulalter ist sie vermindert und bei Teenagern nur noch gering vorhanden. Zwischen dem 6. und 10. Lebensjahr kommt es meist nicht mehr zur Erholung der Sehfähigkeit einer bis dann nicht entdeckten Fehlsichtigkeit oder Sehschwäche.

Aus diesem Grund ist es besonders wichtig, eine Sehstörung frühzeitig festzustellen und zu behandeln.

 

Was ist eine Amblyopie (Sehschwäche)?

Als Amblyopie bezeichnet man verschiedene Formen der Schwachsichtigkeit. Sie wird meist durch ein Ungleichgewicht zwischen Führungsauge und amblyopen Auge hervorgerufen.

Eine Amblyopie wird meist durch Schielen oder eine Fehlsichtigkeit, seltener durch eine Augenerkrankung verursacht. Auch ein offenkundlich nicht sofort erkennbares Schielen kann zu einer Amblyopie führen, da das Gehirn die Informationen von einem Auge unterdrückt, um Doppelbilder zu vermeiden. Dies führt zu einer Einschränkung des räumlichen, dreidimensionalen Sehens.

Ist ein Auge fehlsichtiger als das andere (zum Beispiel sehr kurz- oder weitsichtig) wird ein verschwommenes Bild auf der Netzhaut abgebildet, welches dem Gehirn ebenfalls Schwierigkeiten bereitet. Dies kann auch zu Kopfschmerzen führen. Hier kann aber mit einer Brillenkorrektion Abhilfe geschaffen werden.

Mit einer sogenannten Okklusionstherapie, bei der ein Auge stundenweise mit einem Motivpflaster abgeklebt wird, kann man das schlechtere Auge trainieren und eine Amblyopie behandeln. Je früher eine Amblyopie behandelt wird, desto größer sind die Aussichten auf Erfolg.

Eine Amblyopie kann weitläufige Probleme für ein Kind bedeuten - für viele Berufe ist eine hohe beidseitige Sehschärfe, ein intaktes Farben- und Dämmerungssehen erforderlich. Auch kann eine Amblyopie den Erwerb eines Führerscheins erheblich erschweren oder gar ausschließen. Dies sollte man bedenken, auch wenn dies für das Kind noch viele Jahre in der Zukunft liegt.